Sodbrennen

Sodbrennen


Tritt ein brennender Schmerz in der Magengrube und hinter dem Brustbein auf, der bis in Hals und Rachen reichen kann, häufig mit Aufstoßen verbunden ist, spricht der Mediziner von Sodbrennen. Ausgelöst wird der Schmerz in der Speiseröhre, Ösophagus genannt. Sie ist ein Muskelschlauch, der durch Bewegung den Speisebrei in den Magen leitet. Üblicherweise verhindert ein Schließmuskel den Rückfluss aus dem Magen. Mitunter kann es jedoch dennoch zu einem Aufsteigen des Speisebreis kommen, gemischt mit Magensäure. Die Speiseröhre ist meist in der Lage, den Brei wieder zurückzudrücken, wobei es bei dem Vorgang zu einem kurzen Schmerz hinter dem Brustbein kommt. Verbleibt der mit der aggressiven Magensäure vermischte Speisebrei zu lange in der Speiseröhre, wird die Speiseröhrenschleimhaut gereizt. Sodbrennen entsteht.

Wodurch kann Sodbrennen entstehen?

Es gibt Nahrungsmittel und Lebenssituationen, die Sodbrennen fördern, indem die Muskelspannung des Schließmuskels verringert wird. Alkohol, Nikotin, aber auch Stress und Unruhe zählen dazu. Auch eine Überfüllung des Magens durch zu großem Speisekonsum drängt den Mageninhalt in die Speiseröhre zurück. Sich zu bücken oder flaches Liegen nach üppigen Speisen begünstigt das Auftreten von Sodbrennen. Daneben können auch krankhafte Ursachen bestehen, wie etwa eine krankhafte Schwäche des Schließmuskels, Kardiainsuffizienz genannt. Eine Störung des Transportvermögens der Speiseröhre oder eine gestörte Magenentleerung stellen ebenfalls Ursachen dar. Treten zum Sodbrennen noch andere Symptome hinzu, sollte der Arzt zur Klärung aufgesucht werden. Begleitsymptome können Schmerzen in der Magengrube, ein Leistungsabfall, Gewichtsverlust, Schluckschmerzen, Schluckstörungen oder Hinweise auf Blutungen sein. Auch bei häufigem Sodbrennen, speziell bei Personen über 45 Jahren, sollte medizinischer Rat gesucht werden. Bei Kindern ist im Fall des Auftretens von Sodbrennen immer ein Arzt hinzuziehen, denn bei ihnen tritt es üblicherweise kaum auf.

Folgen und Behandlung

Durch häufiges Sodbrennen kann die Speiseröhrenschleimhaut durch die Magensäure derart gereizt werden, dass sie sich entzündet. Durch die Entzündung, Ösophagitis, kann sich die Struktur der Speiseröhre verändern, Narben und Verengungen entstehen. Schluckbeschwerden sind die Folge, aber auch ein vermehrter Rückfluss des Speisebreis aus dem Magen. Es kann sich in Folge ein Ulcus pepticum, ein Geschwür in der Speiseröhre bilden. Die Ausbildung des Ulcus wird als Barrett-Syndrom bezeichnet und gilt als Karzinom-Vorstufe. Jeder zehnte Patient mit chronischem Sodbrennen leidet unter einer Ösophagitis. Bei jedem zehnten Ösophagitis-Patienten bildet sich ein Ulcus pepticum. Jeder zehnte Patient mit einem Speiseröhrengeschwür erkrankt an einem Folgekarzinom. Tritt gelegentlich Sodbrennen auf, können zunächst zur Selbstmedikation Antazida, H2-Antagonisten oder pflanzliche Stoffe eingesetzt werden. Antazida wirken sofort und neutralisieren. H2-Rezeptoren wirken nach ungefähr 30 Minuten. Sie blockieren die H2-Rezeptoren im Magen, welche für die Säureproduktion verantwortlich sind. Gewisse pflanzliche Präparate können für eine schnellere Magenentleerung sorgen.


Magen-Darm-Infektionen

Bakterien


Im menschlichen Darm leben rund 800 verschiedene Bakterienarten. Der Organismus und die Bakterien leben in einer Form von Synergie und Kommensalismus miteinander. Im Fall der Synergie, profitieren beide Lebewesen voneinander. Im Fall des Kommensalismus nur ein Lebewesen, für das zweite stellt sich das Zusammenleben als neutral dar. In einem Gramm Kot befinden sich ungefähr eine Billion Bakterien. Neben den Darm eigenen Bakterien treten auch Krankheitserreger auf.

Erreger in Magen und Dünndarm

Heliobacter pylori ist der häufigste im Magen auftretende Erreger und verursacht eine verstärkte Produktion von Magensäure. Er zeichnet sich verantwortlich für B-Gastritis, 75 Prozent aller Magengeschwüre und beinahe für alle Zwölffingerdarmgeschwüre. Besteht eine chronische Infektion durch Heliobakter pylori, erhöht sich das Risiko für die Bildung eines Magenkarzinoms. Übertragen wird das Bakterium über den fäkal-oralen Weg, wobei auch eine Übertragung durch Schmeißfliegen möglich ist. Im Dünndarm können Vibrio cholerae und enterotoxische Escherichia Coli als Erreger auftreten. Vibrio Cholerae setzt einen Giftstoff frei, der auf den Darm wirkt und Cholera als Infektionskrankheit auslöst. Die Infektion erfolgt durch verunreinigtes Wasser und verunreinigte Lebensmittel. Escherichia Coli löst wässrigen Durchfall aus und kommt ebenfalls durch Verunreinigungen in Lebensmittel in den Darm. 100 Millionen Infektionen und zehntausende Todesfälle jährlich gehen weltweit auf das Konto des Bakteriums. Im Dünndarm können noch Salmonellen, Yersinien und Campylobakter auftreten. Salmonellose ist eine zoonotische Erkrankung, denn der Mensch kann ein Tier anstecken, aber auch ein Tier den Menschen. Die Übertragung erfolgt häufig durch Lebensmittel, speziell rohes Geflügelfleisch und ungekochte Eier. Die Belastung in Schweinefleisch ist heute kaum mehr gegeben. Außerhalb des Menschen sind Salmonellen wochenlang lebensfähig, etwa auf Holzschneidbrettern. Gängige Desinfektionsmittel und saures Milieu lassen sie jedoch schnell absterben. Yersinien können in drei gefährlich Arten unterteilt werden, wobei eine Art ein tuberkuloses Erkrankungsbild hervorruft und die zweite Art Entzündungen im Darm. Bei der dritten Art, Yersinii pestis, handelt sich um den Erreger der Pest. Einige Campylobacter sind übliche Darmbewohner, andere erregen Durchfall.

Erreger im Dickdarm

Eine Infektion mit Shigellen ruft die bakterielle Ruhr hervor. Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch verunreinigtes Wasser, aber auch mitunter über bestimmte Fliegen. Weltweit erkranken jährlich 160 Millionen Menschen an bakterieller Ruhr, wovon rund eine Million an den Folgen sterben. Daneben zeigen sich im Dickdarm zwei weitere Coli-Bakterienarten, die ähnliche Erkrankungen hervorrufen wie der Coli-Typ im Dünndarm. Aeromonas-Arten können seuchenartig auftreten. Durch Wasser übertragen, tritt der Erreger nicht selten in Krankenhäusern auf. Die Infektionen kommen über Geräte und Spülflüssigkeiten zustande. Durchfall und Symptome wie bei Magen-Darm-Grippe sind typisch. Ein weiterer gefürchteter, so genannter Krankenhauskeim stellt Clostridium difficile dar. Rund 20 bis 40 Prozent aller Krankenhauspatienten, Altenheimbewohner und Badbesucher werden mit dem Clostridium infiziert. Es wird fäkal-oral übertragen. Es löst jedoch erst Krankheitssymptome aus, wenn die eigenen Darmbakterien reduziert werden, etwa bei der Einnahme von Antibiotika. Auch Immundepressiva, Radio- und Chemotherapie und ein geschwächtes Immunsystem lassen Clostridien gefährlich werden. In der Regel jedoch zeigen sie sich harmlos und werden sie durch das Immunsystem erfolgreich bekämpft.


Darmgase

Bauch


Mit den Speisen wird auch Luft aufgenommen, je Schluckvorgang rund 2 bis 3 ml. Im Zuge der Verdauung entstehen ebenfalls Gase, pro Verdauungsprozess rund 1,5l. Auch erhöhen gewisse Nahrungsmittel die Gasproduktion, so steigt das gebildete Gasvolumen bei der Verdauung von Bohnen von 15ml/h auf 170ml/h. Üblicherweise besteht ein Gleichgewicht zwischen produziertem Gas, verschluckter Luft und Abtransport der Gase über das Blut in die Lunge, von der es abgeatmet wird. Entsteht zu viel Gas, kommt es zu Flatulenzen. Für den üblen Geruch zeichnen sich Ammoniak, Schwefelwasserstoff, Methylmercaptan und Dimethylsulfid verantwortlich. Tierische Eiweiße und gewisse pflanzliche Nahrungsmittel wie Knoblauch und Zwiebel verstärken die Produktion von geruchsstarken Gasen.

Dicke Luft im Bauch

Die Bakterienflora im Dickdarm sorgt für die Verdauung der im Dünndarm nicht abgebauten Kohlenhydrate. Die Aufgabe des Dünndarms, Kohlenhydrate abzubauen, kann nicht immer erfüllt werden, besonders bei ballastreichen Nahrungsmitteln. Im Dickdarm zersetzen anaerobe Bakterien die übrig gebliebenen Kohlenhydrate, es kommt zur Gasbildung. Ein Völlegefühl und Blähungen machen sich bemerkbar. Auch unerwartete Laktose aus Milchprodukten kann in den Dickdarm gelangen, etwa bei zu schnellem Transport durch den Darm oder einem Mangel an dem Enzym Laktase. Die Dickdarmbakterien zersetzen sodann die Laktase in Milchsäure und Kohlendioxid. Die Verdauung von Fruchtzucker kann einen ähnlichen Vorgang hervorrufen. Welche Menge an Gas entstehen beziehungsweise nach außen abgegeben werden, hängt einerseits von der schwer verdaulichen Nahrungsmittelmenge ab, aber auch von der Menge der Darmbakterien. Bei den Dickdarmbakterien werden zwei Arten unterschieden. Ein Teil produziert Kohlendioxid und Wasserstoff, der andere Teil verbraucht diese Gase. Ihr Gleichgewicht entscheidet ebenfalls darüber, wie viel Gas vorhanden ist. Entscheidend ist auch jene Menge an Gas, die über das Blut abtransportiert wird.

Abgabe von Gas nach außen

Wissenschaftler haben festgestellt, dass bei Völlegefühl und Blähungen Gase länger im Dünndarm verweilen. Zur normalen Gasproduktion kommt also noch die Menge des verbliebenen Gases. Der gleiche Prozess findet im Dickdarm statt. Ein Teil des zu großen Gasvolumens muss abgegeben werden. Es wird aus dem Körper in Form einer Flatulenz abgegeben. Im Schnitt handelt es sich dabei um eine Menge von 600 ml am Tag. Zu 99% ist das abgegebene Gas geruchlos. Blähungen können auch zu hartem Bauch und Bauchschmerzen führen. Auch der Umfang des Bauches kann zunehmen, verantwortlich dafür sind sogenannte versetzte Winde, die sich im Querdarm, einem Teil des Dickdarms ansammeln. Starke Blähungen können dabei sogar zu Darmkrämpfen führen. Meist genügt es, um Blähungen weitgehend zu vermeiden, die Ernährung sowie die Essgewohnheiten umzustellen. Bei langsamem Essen wird weniger Luft verschluckt.


Immer wieder Todesfälle durch Kohlenmonoxid


Der Vergiftungstod durch Kohlenmonoxid kommt geruchlos, schleichend, farblos. Kohlenmonoxid kann niemand sehen. CO, wie die chemische Summenformel lautet, kann der Mensch nicht wahrnehmen. Defekte Thermen oder Schornsteine und Brennöfen, aber auch der unsachgemäße Umgang mit offenem Feuer stellen Gefahrenquellen dar. In geschlossenen Garagen wird Kohlenmonoxid durch die Autoabgase zur Gefahr, aber auch Heizpilze in geschlossenen Räumen sind nicht minder gefährlich. In jedem Fall entsteht das Gas durch ungenügende Verbrennung.

So wirkt Kohlenmonoxid auf den menschlichen Körper

CO – Konzentration in der Luft Inhalationszeit und toxikologische Symptomwirkung
0,003% – 30ppm MAK-Wert=maximale Arbeitsplatzkonzentration bei 8stündiger Arbeitszeit
0,02% – 200ppm Leichte Kopfschmerzen innerhalb von 2 bis 3 Stunden
0,04% – 400ppm Kopfschmerz im Stirnbereich innerhalb 1 bis 2 Stunden, breitet sich innerhalb von 2,5 bis 3,5 Stunden im ganzen Kopfbereich aus
0,08% – 800ppm Schwindel, Übelkeit und Gliederzucken innerhalb von 45 Minuten, bewusstlos innerhalb von 2 Stunden
0,16 – 1600ppm Kopfschmerz, Übelkeit und Schwindel innerhalb von 20 Minuten, Tod innerhalb von 2 Stunden
0,32% – 3200ppm Kopfschmerz, Übelkeit und Schwindel innerhalb von 5 bis 10 Minuten, Tod innerhalb von 30 Minuten
0,64% – 6400ppm Kopfschmerz, Übelkeit und Schwindel innerhalb von 1 bis 2 Minuten, Tod innerhalb von 10 bis 15 Minuten
1,28% – 12800ppm Tod innerhalb von 1 bis 3 Minuten

Bei einer Kohlenmonoxidvergiftung wird die Sauerstoffaufnahme beziehungsweise der Sauerstofftransport über die Roten Blutkörperchen blockiert. CO bindet sich 200 bis 300mal stärker an das Eisen im Hämoglobin als Sauerstoff. Auch werden Enzyme in den Muskeln und Nerven blockiert. Die Symptome ähneln einander, und doch können sie sich individuell unterschiedlich zeigen. Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit sind jedoch stets vorhanden. Muskelzucken, Atemnot und grippale Symptomatik können sich ebenfalls ergeben.

Vorsicht bei der Ersten Hilfe

Frau mit Kopfschmerzen

Ein Ersthelfer kann nicht erkennen, was vorgefallen ist, wenn er einen Bewusstlosen im Badezimmer oder im Keller findet, er kann nur durch die Situation darauf schließen. Wird die Gefahr nicht erkannt, können die Folgen für den Ersthelfer tödlich sein. Fenster zu öffnen und den Vergifteten an die Frischluft zu bringen, sind oberste Gebote. Dabei sollte der Atem angehalten werden. Nasse Tücher vor Nase und Mund filtern das Kohlenmonoxid nicht, sie geben somit keinen Schutz. Eile ist angesagt, denn wie in der Tabelle ersichtlich, kann eine Vergiftung bereits nach kurzer Zeit tödlich sein. Ist es nicht möglich, den Vergifteten schnell aus der Gefahrenzone zu bringen, muss auf die Rettungskräfte gewartete werden. Eine weitere Gefahr liegt in der Explosionsfreudigkeit von Kohlenmonoxid. Doch auch bei Kohlenmonoxidvergiftungen gilt, dass die beste Erste Hilfe Maßnahme jene ist, die nicht geleistet werden muss. Vorbeugen ist besser. Die Herde, Thermen und Kamine regelmäßig zu warten, kann tödliche Unfälle verhindern. Akustische CO-Melder anzubringen, bringt weitere Sicherheit. Sie kosten lediglich zwischen 40 und 60 Euro, eine Investition, die Leben retten kann.


Kohlenmonoxidvergiftung


Kohlenstoff-Blasen

CO, so lautet die chemische Formel für Kohlenmonoxid, einer gasförmigen Verbindung aus Sauerstoff und Kohlenstoff. Das Gas entsteht in der Regel durch unvollständige Verbrennung beziehungsweise bei Verbrennungen unter zu geringerer Sauerstoffzufuhr. Schlecht funktionierende Heizöfen, verstopfte Schornsteine, Schwelbrände und Auspuffgase in geschlossenen Räumen führen immer wieder Kohlenmonoxidvergiftungen. Auch das Abkühlen von Grillern in geschlossenen Räumen kann Auslöser sein. Jahr für Jahr kommt es zu tödlichen Vergiftungen durch das Geruch-, Farb- und Geschmacklose Gas. Berühmtestes Opfer einer Kohlenmonoxidvergiftung war Emile Zola, dessen Schornstein verstopft war. Auch die ARD-Moderatorin Miriam Christmann und ihr Lebensgefährte starben durch Kohlenmonoxid. Sie stellten den Griller zum Auskühlen von der Terrasse ins Schlafzimmer. Eine gefährliche Kombination stellen auch eine Dunstabzugshaube in Betrieb, etwa in der Küche, und ein offenes Feuer im Kamin, etwa im Wohnzimmer, dar. Zur tödlichen Falle können aber ebenfalls zu dichte Fenster oder ein zu geringer Abzug im Bad sein, wenn der Wassererhitzer auf Gasbasis arbeitet.

Warum ist Kohlenmonoxid so gefährlich?

Da Kohlenmonoxid von den menschlichen Sinnen nicht wahrgenommen wird, stellt es eine besondere Gefahr dar. Gelangt Kohlenmonoxid durch die Atemluft ins Blut, geht es mit dem Eisenkern im Hämoglobin eine chemische Verbindung ein. Der Sauerstofftransport wird unterbunden, es kommt zur Erstickung. Zu Beginn zeigen sich Kopfschmerzen und Schwindel und starke Müdigkeit. Bei ansteigender Vergiftung sind besonders das Nervensystem und das Herz betroffen. Bereits zu diesem Zeitpunkt kann es dauerhaften Folgeschäden am Organismus kommen. Kohlenmonoxid bindet sich 325mal stärker an Hämoglobin als Sauerstoff, deshalb werden bereits bei einem 0,1 prozentigen Anteil an Kohlenmonoxid in der Atemluft die Hälfte der Roten Blutkörperchen in ihrer Funktion behindert. Von der akuten Form der Kohlenmonoxidvergiftung ist die chronische Kohlenmonoxidvergiftung zu unterscheiden. Sie entsteht bei Menschen, die sich regelmäßig in Räumen mit überhöhter, jedoch nicht zu großer Kohlenmonoxidkonzentration aufhalten. Leistungsminderung, chronische Müdigkeit und Depressionen können die Folgen sein.

Gefahrenzone und Rettungsmaßnahmen

Sobald die Möglichkeit besteht, dass ein Mensch durch eine zu hohe Konzentration von Kohlenmonoxid in einem Raum das Bewusstsein verloren hat, ist dem Ersthelfer größte Vorsicht angeraten. Der Vergiftete sollte so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone in die frische Luft gebracht und alle Fenster geöffnet werden. Ist eine rasche und gefahrlose Rettung nicht möglich, zum Beispiel aus einem Keller, muss auf die Einsatzkräfte gewartet werden. Selbstschutz geht in diesem Fall vor Fremdschutz. Die Rettungskräfte werden sofort mit der Sauerstoffgabe beginnen und Bikarbonat verabreichen. Meist werden die Betroffenen intubiert und künstlich mit Sauerstoff beatmet. Die hohe Sauerstoffkonzentration verdrängt das Kohlenmonoxid. Für Retter und Ärzte sind neben den Blutwerten die kirschroten Schleimhäute ein äußeres Anzeichen, jedoch erst ab einem höheren Vergiftungsgrad. Auch sind die Totenflecken bei mit CO vergifteten Personen rot.


Was wirklich hilft bei Flatulenzen!


Krankenhaus Geräte

Es ist heute schon fast kein Tabu-Thema mehr, auch wenn hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen wird: die Blähungen oder sogenannten Flatulenzen. Viele leiden darunter und doch nur die wenigsten wissen, wie sie diesem Problem Herr werden können mit ganz einfachen Mitteln.

Blähungen entstehen in aller erster Linie durch eine falsche Ernährung, welche die Darmflora stört. Das hat dann zur Folge, das der Darm nicht mehr in der Lage ist, die aufgenommene Nahrung richtig zu verdauen. Wer häufig viel Fleisch isst, der verlangsamt damit den Verdauungsprozess und fördert die Entstehung der giftigen und übel riechenden Gase. Eine sehr wirkungsvolle Methode ist beispielsweise die Einnahme von Weinessig nach jeder Mahlzeit, denn die darin enthaltene Essigsäure ist verdauungsfördernd und tötet die Bakterien ab. Doch auch wenn man leichte Kost zu sich nimmt, wie Obst und Gemüse, vermindert man die Beschwerden, aufgrund dessen, das der Verdauungsprozess beschleunigt wird und somit der Darm den Stuhl schneller ausscheiden kann.

Helfen Darmspülungen gegen Blähungen?

Wer unter Flatulenzen leidet, dem kann mit einer Darmspülung geholfen werden. Bei solch einer Darmspülung wird der Darm komplett entleert und von den Anhaftungen die sich über Jahre (!) ansammeln können, ebenfalls befreit. Diese recht hartnäckigen Anhaftungen, welche sich an den Falten der Darminnenwand befinden, ist dieser in seinen Kontraktionen, welche von großer Bedeutung sind für den Verdauungsprozess, eingeschränkt.

Zwar ist diese Methode heute etwas aus der Mode gekommen, doch ist sie durch den Einlauf sehr effektiv. Bei einer Darmspülung wird ca. 1 Liter Wasser über den Anus in den Darm einlaufen, welches versetzt ist mit 9 mg Salz. Im Anschluss an den Einlauf scheidet man das Gemisch wieder aus, wodurch man den Verdauungsprozess beschleunigt und den Enddarm von den Anhaftungen befreit. Die Vorrichtung die dafür notwendig ist nennt man „Irrigator“ und man erhält es recht günstig in jeder Apotheke.


Unter Blähungen leiden


Mama mit Baby

Es kommt häufig vor, das Kinder unter Blähungen leiden und gerade im Babyalter ist das etwas ganz normales. Doch auch wenn Erwachsene darunter leiden, ist das zumeist eine ganz normale Sache. Von der Blähsucht oder dem Meteorismus spricht man dann, wenn der Bauch gebläht ist und aufgrund dessen vorgewölbt ist. Leidet man unter Flatulenzen, was die Bezeichnung für Blähungen ist, dann werden übermäßig viele Darmgase ausgeschieden über den Anus. Die „normalen“ Blähungen, auch wenn sie über einen abstoßenden Geruch verfügen, harmlos und in der Regel auch nur vorübergehend.

Die Ursachen für die Blähungen sind in dem meisten Fallen ungefährlich und sind zumeist auf eine falsche Ernährungsweise zurückzuführen sowie einem starken Abgang von Darmgasen. Auch Stress und Hektik können für die Flatulenzen verantwortlich sein.

Im Prinzip sind die Blähungen, unter denen ein Erwachsener leidet, ungefährlich und sind prinzipiell auf falsche Ernährungsgewohnheiten zurück zuführen. Daher ist es ratsam darauf zu verzichten großen Mengen an blähender Nahrung zu sich zu nehmen sowie sich Zeit zum Essen zu nehmen. Um den Darm in Schwung zu bringen, helfen Bewegung und Sport. Leidet man unter hartnäckigen Flatulenzen, dann sind Arzneimittel hilfreich wie beispielsweise Imogas.

Wenn Babys unter Blähungen leiden

Trinkt ein Baby aus der Flasche, dann sollte man zwischendurch nicht pausieren, um ein Bäuerchen herauszufordern, sondern man sollte es zuerst fertig „essen“ lassen. Der Grund ist, dass das Baby eventuell schreit und dann noch mehr Luft schluckt. Leidet das Baby unter Blähungen, dann hilft es, den Bauch ganz sanft zu massieren. Das kann man beispielsweise noch intensivieren, indem man ein pflanzliches und schonendes Babyöl benutzt. Auch ein warmes Kirschkernkissen ist hilfreich, das man jedoch nicht auf die nackte Haut des Babys legt, aufgrund der Wärme und da die Babyhaut zu empfindlich ist. Selbst den kleinsten kann auch mit Bewegung geholfen werden, das heißt, das man einige Übungen ausführt, die entkrampfend wirken und auch der altbewährte Fencheltee oder Anistee sind eine hervorragende Methode dem Baby zu helfen.


Blähungen während der Schwangerschaft


Schwangerschaft

Ob schwanger oder nicht, jeder leidet ab und an einmal unter Blähungen. Überraschend ist, das jeder Mensch seinen Blähungen Luft verschafft über den Tag verteilt und das ca 15-mal, wobei bis zu 40-mal noch als „normal“ eingestuft wird. Ist man schwanger, dann ist es möglich, das sich diese Werte erhöhen und so darf man sich nicht wundern, wenn man beispielsweise immer wieder aufstößt, wie ein Weltmeister im Biertrinken oder man seinen Hosenknopf öffnen muss, aufgrund eines starken Blähbauchs, auch wenn man noch nicht einmal einen kleinen Babybauch hat.

Der Grund des Aufstoßens und der Blähungen

Das Hormon Progesteron ist der Grund dafür, dass man während der Schwangerschaft vermehrt aufstößt und unter Blähungen leidet, da es in hohen Dosen produziert wird vom Körper. Dieses Hormon ist dafür verantwortlich, das sich das weiche Muskelgewebe im Körper entspannt inklusive des Magen-Darm-Traktes und auch den Verdauungsprozess verlangsamt, was dann dazu führt, dass man während der Schwangerschaft vermehrt unter Blähungen leidet und aufstößt.

Die Gase entstehen in der Regel durch Luft, die geschluckt wurde und durch das Aufstoßen entledigt sich der Körper dieser. Die Luft, die in den Dickdarm gelangt, wird indem durch die Blähungen wieder freigesetzt. Doch der größte Teil der Flatulenzen entstehen dadurch, dass Magen und Dünndarm das Essen mit den Enzymen nicht vollständig verdauen und somit der Dickdarm die Aufgabe mit den dort ansässigen Bakterien übernehmen muss, diese in die Bestandteile aufzubrechen.

Das Problem reduzieren während der Schwangerschaft

Möchte man die Flatulenzen reduzieren während der Schwangerschaft, dann sollte man auf die Nahrungsmittel verzichten, die die Blähungen erzeugen. Jedoch ist es dann schwierig, sich ausgewogen zu ernähren, wenn man auf alles verzichtet, was die Blähungen erzeugt. Eine Alternative ist es, erstmal damit zu beginnen, die bekanntesten Übeltäter aus der Ernährung zu streichen, wie beispielsweise Kohl, Brokkoli, Spargel, Bohnen, alle arten Gemüse, welche Raffinose (eine Zuckerart) enthalten. Ebenso sollte man mehrmals über den Tag verteilt essen anstelle von großen Mahlzeiten. Wichtig ist auch in Ruhe zu essen und nicht sein Essen nicht zu verschlingen. Selbst das Kauen von Kaugummi ist nicht ratsam, denn dadurch wird vermehrt Speichel produziert, wodurch Flatulenzen entstehen können. Um zu entspannen, ist Yoga hilfreich und man lernt auch besser zu atmen – auch so kann man Blähungen vermeiden.

Leidet man jedoch unter sehr starken Flatulenzen, die sich wie Bauchkrämpfe und/oder -schmerzen anfühlen, dann sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen oder mit der Hebamme sprechen.


Lecker essen – die Ernährung und Flatulenzen


Fast Food

Unter Verdauungsproblemen leiden viele Menschen und damit oftmals auch unter verstärkten Blähungen, wobei der Fachausdruck „Flatulenz“ vielen bekannt ist, aber dennoch im normalen Sprachgebrauch kaum genutzt wird. Die Flatulenzen können durch die verschiedensten Ursachen entstehen und nicht immer ist eine „falsche“ Ernährung bzw. die Nahrungsmittel, die man zu sich nimmt, dafür verantwortlich. Ein Grund dafür, dass man unter Blähungen leidet, kann auch ein fehlerhaftes Essverhalten sein.

Die Hauptursache

Wer unter Blähungen leidet, der kann diese oftmals zurückführen, auf die verzehrten Nahrungsmittel oder auf ihre Zubereitung. Die Gase, die bei der Verdauung entstehen, sind der Grund für schmerzhafte Darmbeschwerden und letztendlich zu der entspannten Blähung. Von einigen Lebensmitteln wird die Bildung von Darmgasen förmlich provoziert und am bekanntesten dafür dürfte wohl die Zwiebel sein. Doch auch verschiedene Käsesorten sowie Lauch und Hülsenfrüchte haben den Ruf, Flatulenzen herbeizuführen. Dass die Zwiebel verstärkt Gase bildet, dafür ist in erster Linie die Zubereitung verantwortlich. So sind vor allen die rohen Zwiebeln besonders blähend, im Gegensatz zu den gebratenen und gerösteten, die weit weniger Gas bildend sind. Wer gern Bohnen und Erbsen zu sich nimmt, der muss ebenso verstärkt mit Gasen rechnen, wobei sie jedoch in kleinen Mengen sehr unauffällig sind.

Doch nicht nur die Lebensmittel, die man zu sich nimmt, sind der Grund für die Flatulenz, sondern auch die Art und Weise wie man diese zu sich nimmt, als wie man isst. So sind viele Menschen, die unter Flatulenzen leiden, oftmals sogenannte Luftschlucker, da sie mit jedem Bissen auch eine Portion Luft herunterschlucken. Das führt dann dazu, das größere Gasblasen gebildet werden. Doch auch hastiges Essen, das heißt, das man nicht ausreichend kaut, ist einer der Gründe dafür, dass sich übermäßig Gase bilden.

Gase vermeiden durch „richtiges“ Essen

Wer langsam isst, der kann Blähungen vermeiden, da nur wenig Luft in den Magen gelangt. Zudem wird auch die Nahrung mit Speichel gut versetzt, was zur Folge hat, dass der Magen nicht so stark arbeiten muss. Es ist am besten, wenn man kleine Mahlzeiten, die gekocht sind, über den Tag verteilt zu sich nimmt und sich nach dem Essen etwas bewegt, beispielsweise in Form eines kleinen Spaziergangs, was dazu führt, dass der Nahrungsbrei weitertransportiert wird.

Leidet man unter Flatulenzen und möchte diese behandeln, dann sollte man zuerst einmal Gürtel und Hose lockern, sodass der Darm sich besser im Bauch bewegen kann. Auch Fencheltee oder Tee aus Kümmel oder Anis helfen dem Darm dabei, sich zu entblähen und zu entkrampfen. Zudem erhält man in der Apotheke auch ein reichhaltiges Angebot von Beruhigungstees, pflanzlichen Fertigmitteln, die verdauungsfördernd sind sowie Entschäumerpräparate, womit man seine Flatulenzen schnell wieder los wird.


10 Tipps gegen Flatulenzen


Chips

Wenn Blähungen nicht nur ab und zu auftreten, wie beispielsweise wenn man einen Kohleintopf gegessen hat, sondern man leidet täglich darunter, dann sollte man wie folgt vorgehen:

    1. Man sollte abklären, ob eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt oder aber dieses Selbst überprüfen. Hier ist es wichtig, das wenn beispielsweise ein Test auf Laktoseintoleranz negativ ausfällt, man aber eindeutig darauf reagiert, wie beispielsweise wenn man seinen Kaffee mit „normaler“ Milch trinkt, hier besser auf die laktosefreie Variante zurückgreift. Ein Test auf Intoleranz kann somit den Verdacht bestätigen, wobei man auch bei einem negativen Testergebnis eine Intoleranz nicht ausschließen kann.

    2. Es ist ratsam das man ein Ernährungstagebuch führt, damit man beobachten kann, welche Lebensmittel man zu sich genommen hat und welches Symptome nach der Nahrungsaufnahme aufgetreten sind.

    3. Es ist wichtig, das man sich vom Arzt untersuchen lässt und besonders dann, wenn man andere Symptome beobachtet wie beispielsweise unerwünschte Gewichtsabnahme, Schmerzen, Blut im Stuhl oder aber chronische Durchfälle oder -Verstopfung.

    4. Man sollte eine Darmreinigung in Betracht ziehen, die aus drei Komponenten besteht: Bentonit, Psyllium und Probiotikum.

    5. Die Ernährung umstellen. Hier sollte man dann auf jeden Fall die Nahrungsunverträglichkeiten berücksichtigen, welche eventuell bestehen. Zum Würzen sollte man frische oder getrocknete Kräuter nutzen, wobei auch ein paar Tropfen Meersalz oder Tamari verwendet werden können. Wichtig ist, da man auf die Gewuerz-Fertigmischungen verzichtet.

    6. Bei den Mahlzeiten sollte man stets an die Regeln denken in Bezug auf die richtige Reihenfolge. Führt das zu keinem Ergebnis, dann ist es hilfreich auf die ungünstigen Kombinationen zu verzichten, die da wären Getreide-Obst, Greide-Fleisch/Fisch/Ei oder Getreide-Milch.

    7. Stets sollte man darauf Achten regelmäßig zu essen, damit man den Blähungen vorbeugt. Das bedeutet, das, bevor man noch spät abends ist, man diese Mahlzeit lieber ausfallen lässt oder man bereitet sich, wenn man doch sehr hungrig ist, eine sehr leichte Mahlzeit zu, wie beispielsweise eine Suppe.

    8. Zu den Mahlzeiten sollte man niemals etwas trinken, wobei es wichtig ist, das man zwischen den Mahlzeiten verteilt über den Tag mindestens 3 Liter Wasser trinkt, am besten kohlensäurefreies Wasser und das eine Stunde bevor oder eine Stunde nach dem Essen. Damit fördert man die Ausscheidung der Stoffwechselabfallprodukte und die Unterstützung der Verdauung, um letztendlich den Flatulenzen vorzubeugen.

    9. Man sollte die Leber unterstützen und das, indem man eine gesunde und basenüberschüssige Ernährung zu sich nimmt. Doch auch Bitterstoffe verhindern Blähungen, welche entstehen können, aufgrund einer Leberschwäche.

    10. Stressmanagement! Wenn man sich um ein effektives Stress-Management kümmert, dann beugt das ebenso gegen Flatulenzen vor, denn der Darm reagiert wie kein anderes Organ auf Stress.