flatulenzen.com


Bauch

Sie oder ihr Kind leiden häufig unter Blähungen? Der Fachbegriff dafür lautet Flatulenz. Im Falle einer Flatulenz kommt es zu einer gesteigerten Gasbildung im Darm. Oftmals liegt ein vermehrter bakterieller Abbau von Fetten, Ballaststoffen und Kohlenhydraten aufgrund von Darmbakterien vor. Es kann auch sein, dass Ihre Flatulenz eine ganz andere Grunderkrankung vorliegt, wie beispielsweise eine Leberzirrhose mit Pfortaderhochdruck, welcher zu einer gestörten Verdauung führen kann. Eine neurotische Störung oftmals verbunden mit einem vermehrten unbewussten Luftschlucken der sogenannten Aerophagie kann ebenfalls der Grund für Flatulenzen sein.

Sofern Sie wegen einer Flatulenz den Gastroenterologen aufsuchen, wird er eine körperliche Untersuchung durchführen. Dabei wird er den bekannten geblähten Bauch diagnostizieren und wahrscheinlich eine Stuhlprobe veranlassen zur Untersuchung auf verstecktes Blut und eventuell noch eine Magen- oder Darmspiegelung veranlassen. Bei einem Verdacht auf Polypen, ein Magengeschwür, Krebs oder andere organische manifeste Erkrankungen sind diese Untersuchungen im Falle eines Verdachtes in jedem Fall wichtig. Im Falle von Flatulenzen helfen diese Maßnahmen nicht weiter normalerweise, denn meist liegt eine Störungsfunktion vor und keine Störung der Struktur.

Im Falle von Flatulenz sind folgenden Untersuchungen sinnvoll:

Ausnutzung
Pilznachweis und Darmflora
Pankreas-Elastase
PMN-Elastase
Alpha – Antitrypnsin
Gallensäureuntersuchung.
Sofern ein Verdacht vorliegen sollte, können die folgenden Verfahren angewendet werden.
Untersuchung auf Gluten-/Gliadin-Antikörper
Atemtest auf Milchzuckerunverträglichkeit
Atemtest auf Fruchtzuckerunverträglichkeit
Allergieteste

Mittlerweile gibt es auch einige Labors, welche eine solche Diagnostik durchführen können. Die Interpretation der Befunde setzt auch immer eine klinische Symptomatik voraus, weshalb ein auf diesem Gebiet erfahrener Therapeut diese Untersuchungen veranlassen sollte und bewerten sollte und daraus die therapeutischen Konsequenzen ziehen sollte.

Sofern sich aus der genannten Diagnostik eine eindeutige Störung zeigen sollte, folgt daraufhin die therapeutische Konsequenz. Milchzuckerhaltige Lebensmittel müssen gemieden werden bei einer nachgewiesenen Milchzuckerunverträglichkeit. Es kann auch sein, dass Verdauungsenzyme bei jeder Mahlzeit dem Körper zusätzlich zugeführt werden müssen, sofern die Bauchspeicheldrüse diese nicht in genügendem Maße produzieren kann. Häufig liegen auch Gallenstörungen vor und können oftmals mit einem einfachen Artischockenpräparat behandelt werden. Eine Flatulenz durch eine Gallenstörung entstanden rührt her von einer unzureichenden Produktion der Gallenflüssigkeit, zu der es oftmals nach einer Gallenblasenoperation kommt. Als Postcholezystetomiesyndrom wird eine solche Störung bezeichnet.

Sollte die subtile Stuhldiagnostik kein Ergebnis bringen, sind folgende Behandlungsvorschläge geeignet oder wenn erst einmal vor einer nicht ganz preiswerten aufwendigen Diagnostik der eine oder andere naturheilkundliche Tipp ausprobiert werden möchte.

Gut gekaut ist halb verdaut

Zu den gleichen Tageszeiten sollten nach Möglichkeit die Mahlzeiten und der Stuhlgang erfolgen, damit die Verdauungsfunktion gewöhnt wird an eine normale tageszeitliche Rhythmik. Jegliche Aufregungen sollten beim Essen vermieden werden sowie Ablenkungen durch Fernsehen oder konfliktbeladene Gespräche. Sie können die Verdauung stören und so die Flatulenz begünstigen.

Vermeidung blähungsfördernder Lebensmittel

nicht mit zuckerhaltiger Nahrung auch Obst oder Fruchtsäften sollten ballaststoffreiche Lebensmittel verzehrt werden. Die Blähneigung kann dadurch zunehmen. Eher gemieden werden sollten auch Konservenkost, Fertiggerichte oder stark kohlensäurehaltiges Mineralwasser. So lässt sich nicht selten eine Flatulenz vermeiden. Personen, die empfindlich sind, sollten auch bei Hülsenfrüchten vorsichtig sein.

Kräuter als Hilfe

Eine gute blähungstreibende Wirkung haben Anis und Kümmel. Heilpflanzen eignen sich auch gut eingenommen als Teemischung.